Fenster-Überblick

Die heute im Kirchenraum sichtbaren Fenster wurden von den Künstlern Heinrich Aldegrever (1502-1561), Joseph Osterrath, Wilhelm Buschulte (Unna, 1977-1981), Hans Kaiser (Soest, 1958-1977) und Hubert Spierling (Krefeld, 2005) geschaffen.

Abb. 10: Fenster


Heute geben besonders an hellen und sonnigen Tagen die farbigen Fenster dem Innenraum des Domes eine ganz besondere Atmosphäre. Die Tageslichtwirkung im Inneren des Raumes lenkt den Blick auf die Fenster, die zur bildhaften Darstellung von Gedanken des Glaubens geschaffen sind.

Abb. 11: Fenster heute

Das Bild zeigt das Farbenspiel des Mittagslichtes, das durch die hier von Wilhelm Buschulte geschaffenen Fenster der Obergaden ins Mittelschiff projiziert wird:

In seiner mehr als 1000-jährigen Geschichte besaß der Dom viele Generationen von Fenstern, die wegen Umgestaltung der Formen von Fensterdurchbrüchen oder auf Grund von Zerstörung und Verwitterung immer wieder ersetzt oder verändert werden mussten. Zuletzt zerstörten die Bomben des 2. Weltkriegs mittelalterliche Fenster des Hochchores und des nördlichen Seitenchores (Marienchores).

Durch glückliche Umstände sind einige der ursprünglichen Fenster erhalten geblieben und konnten restauriert werden. Die ältesten sind im Dommuseum ausgestellt und werden im Kapitel „Dommuseum“ beschrieben.

Zu den einzelnen Fenstern:


Wir beginnen den Rundgang in der Turmhalle. Mit Blick auf den Altar sehen wir links die Fenster des nördlichen Seitenschiffs. 

Die geometrischen Fenster wurden von Wilhelm Buschulte entworfen und sind monochrom gehalten. Farbschattierungen ergeben sich bei diesen Fenstern aus dem Lichteinfall und dem durchscheinenden Hintergrund.

nördliches Seitenschiff:

weiter: südliches Seitenschiff


Unseren Rundgang setzen wir im gegenüberliegenden Seitenschiff fort. Dort beginnen wir von der Altarseite aus.

Die geometrischen Fenster wurden von Wilhelm Buschulte entworfen und sind monochrom gehalten. Farbschattierungen ergeben sich bei diesen Fenstern aus dem Lichteinfall und dem durchscheinenden Hintergrund.

südliches Seitenschiff

 


Soweit sie gegenständlich sind, beziehen sich die Fenster auf biblische Texte. Zum Verständnis der Darstellungen empfehlen wir, aus dem Regal ein "Gotteslob" - Katholisches Gebet- und Gesangbuch zur Hand zu nehmen. Die Texte sind unter (GL. Nr. ...) zu finden.

Bitte nicht vergessen, das "Gotteslob" nach dem Rundgang zurückzulegen.

Nun gehen wir im südlichen Seitenschiff zurück Richtung Altar, bis etwa in Höhe des Behindertenzugangs. Blicken wir hinüber nach oben, sehen wir die beiden großen Fenster der nördlichen Obergade.

Nördliche Obergade
Schöpfungspsalm
Das Fenster beschreibt bildlich den Psalm 104
(Gotteslob (GL) Nr. 58)

Gericht
Das Fenster beschreibt bildlich die Psalmen 2.9 (GL Nr. 32), 11.6, 49.12, 68.3 und 83
 


Wir begeben uns nun unter das "Gerichtsfenster" und drehen uns um. Wenn wir den Blick nach oben wenden, sehen wir die vier Fenster der südlichen Obergade. Die Beschreibungen erfolgen in der Reihenfolge von links nach rechts, also von der Altarseite zus Orgelempore.

Südliche Obergade
Leiden
Ps. 22, 17-19 (GL. 36.3)
Ps. 50, 1-3
Ps. 74, 4-7
Ps. 144, 5-8
Errettung
Ps. 57, 9-11 (GL 649.11-13)
Ps. 77, 20-21
Ps. 80, 9-12 (GL. 48.9-12)
Ps. 91, 1-13 (GL. 664.6-12)
Ps. 99,7
Ps. 124,7
Turmbau zu Babel
1. Mos. 11, 5-7
die Sprachverwirrung
Traum Jakobs
1. Mos. 28, 10-12
die Himmelsleiter der Engel

Wir begeben uns nun in das nördliche Seitenschiff nach vorn bis zum Querschiff. Dort bis zur Nebenapsis, dem Marienchor, drehen uns um und blicken nach oben. Hier finden wir drei weitere Fenster, die ebenfalls von Wilhelm Buschulte entworfen sind.

Schutz der Erde
Offenb. 7, 1-3
 Michael streitet wider den Drachen
Offenb. 12, 7-12
 Engel mit Büchlein
Offenb. 10, 1-7

Wir stehen jetzt vor dem Marienchor. Seinen mittelalterlichen Wandmalereien und seinen Fenstern ist ihm ein [eigenes Kapitel] gewidmet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Als Nächstes wenden wir uns den Fenstern des Hauptchores zu. Da das Betreten des Altarbereiches nicht erlaubt ist, können wir die Fenster leider nur aus der Ferne betrachten. Zwei seitliche Fenster sind von hier aus nicht zu sehen, sie werden aber hier beschrieben:

seitliche Chorfenster
nördliches Chorfenster:
monochrome Geometrie
südliches Chorfenster:
monochrome Geometrie

Die unterschiedliche Helligkeit ergibt sich aus dem Lichteinfall von Norden und von Süden.

Apsisfenster

Im Laufe der Jahrhunderte zwischen 1166, dem Jahr der Schlussweihe und dem 19. Jahrhundert blieben von der ursprünglichen Verglasung nur Fragmente erhalten. Von 60 Feldern waren im Jahr 1876 noch 35 ursprüngliche erhalten. In diesem Jahr beauftragte man den Glasmaler Joseph Osterrath, die vorhandenen mittelalterlichen Darstellungen in drei Apsisfenstern zu vervollständigen.

Im Jahr 1942 baute man vorsorglich die historisch bedeutenden Fenster aus, um sie vor der Zerstörung zu schützen. Drei Monate vor Ende des 2. Weltkriegs wurde die Apsis bei einem Bombenangriff tatsächlich zerstört. Die geborgenen drei Apsis-Fenster, das "Wurzel-Jesse-Fenster" und das "Aldegrever-Fenster" entgingen wegen der vorsorglichen Bergung ihrer Zerstörung und konnten nach dem Wiederaufbau an Ihren Platz zurückkehren.

Die mittelalterlichen Original-Fragmente und das nahezu vollständig wiederhergestellte "Wurzel-Jesse-Fenster" aus dem Marienchor sind im geschützten Bereich des Dommuseums zu besichtigen. Die dort ausgestellten Fenster gehören zu den ältesten noch existierenden Originalen mittelalterlicher Glasmalerei in situ.

Die Wandmalerein der Apsis zeigen an den ursprünglich vorhandenen Fresken inspirierte, neu interpretierte Darstellungen des Kölner Künstlers Peter Hecker.

Apsisfenster
nördliches Apsisfenster:
Leben Jesu von der Anklage bis zur Grablegung

östliches Apsisfenster:
Leben Jesu von der Auferstehung bis zur Himmelfahrt

südliches Apsisfenster:
Leben Jesu von der Geburt bis zum Garten Getsemane

Wir gehen nun weiter zum südlichen Querschiff.

Oben links entdecken wir ein Fenster in gelblichen Farben, das keinem der anderen Fenster vergleichbar ist. Es handelt sich um das sogenannte "Aldegreverfenster" aus dem Jahr 1549. Es zeigt die Mutter Gottes als Himmelskönigin. Nicht alle Felder haben die Bombenangriffe des 2. Weltkriegs überstanden, konnten an Hand alter Vorlagen aber wieder in der ursprünglichen Form ergänzt werden.

Die beiden anderen Fenster stammen aus der Hand des Künstlers Wilhelm Buschulte und zeigen biblische Motive.

südliches Querschiff
Aldegrewer-Fenster:
Maria Himmelskönigin
Engel mit Räucherfass
Offenb. 8, 3-5
Große Hure Babylon
Offenb. 17, 1-6

Zwei Treppen neben der Altarinsel führen hinab in die Krypta. Nach der Zerstörung der Domapsis im 2. Weltkrieg wurde die im 19. Jahrhundert eingeebnete Krypta wieder errichtet. Man verwendete hierbei auch Trümmer, die in den Fundamenten gefunden wurden. Die Fenster des Künstlers Hans Kaiser geben die Bedeutung der Sakramente in Farben und abstrakten Formen wieder. Sie geben der Krypta eine besonders stimmungsvolle Athmosphäre.

Kaiser-Fenster der Hauptkrypta

 

Die Nebenkrypta wird nur zur Beichte genutzt, ist sonst verschlossen. Drei ihrer Fenster sind ebenfalls abstrakte Werke von Hans Kaiser:

Kaiser-Fenster der Nebenkrypta

 
Fenster links Mittelfenster rechtes Fenster

 

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