Pastoralverbund Soest

Als wir am 20. Januar in der Patrokluswoche im Soester Dom zur Anbetung einluden und zu einem anschließenden Vortrag mit Pater Bonifatius von den Zisterziensern aus Bochum-Stiepel zum Thema „ Moderne Jugendspriritualität“, waren wir sehr gespannt, wie dieses Angebot angenommen würde.

Und tatsächlich – rein gar nichts lief nach Plan …

 

Die ursprünglich für diesen Abend geplanten sechs Sängerinnen des Projetchors bekamen 10 Minuten vor Beginn ganz spontan kräftige Unterstützung von weiteren neun jungen Damen, was die Flexibilität der Technik forderte. An dieser Stelle: - Gut gemacht Jungs!

Rund 60 Menschen nutzten die Zeit um bei stillem, freiem und geleitetem Gebet von Pater Bonifatius, sowie bei Lobpreis – und Anbetungsliedern bei Christus vor der Monstranz zu sein. Die 45 - minütige Anbetungszeit tat uns allen gut und viele von uns wären hier gerne noch etwas länger geblieben.

Im benachbarten Patroklushaus trafen sich 35 Personen, um den Vortrag von Pater Bonifatius zu hören.

Dieser recht unorthodox gestaltete Vortrag forderte sehr schnell zu Diskussion und Austausch raus.

Fragen nach einer speziellen modernen Jugenspiritualität und nach Wegen Jugendliche wieder stärker zum Kirchgang zu motivieren blieben letztlich unbeantwortet.

Doch die Statements der Jugendlichen selbst machten sehr schnell klar:

Das Festbeißen an einer aussterbenden Traditionskirche und das Bedienen alter Erwartungen, motivieren absolut niemanden.

Die persönliche Christusbeziehung jedoch ist genau das Fundament, auf dem alles aufbaut und in der alles lebendig wird: der Glaube, die Katechese, die Liturgie.

Eine reine Jugendspriritualität war hingegen nicht auszumachen.

Fazit:

Dort, wo wir zuerst Christus selbst einen Raum geben, auf IHN sehen, IHN selbst durch die Kraft des Heiligen Geistes wirken lassen, dort werden Wege lebendigen Glaubens mit tragenden Konzepten geboren.

Dort, wo wir es zulassen, dass Christus in uns selbst Mensch werden darf, wird Spiritualität geboren – nicht nur bei Jugendlichen, sondern bei jedem Menschen.

Es war ein schöner, spannungs– und lehrreicher, ungewöhnlicher und gnadenreicher Abend.

Beim abschließenden Abendlob hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit in ihrem Herzen Danke zu sagen:

Danke – Jesus.

 

Für das NIGHTFEVER-Team,

Bettina Fricke