Essen-thumb.jpg22.06.2013 Soest / Essen. Unter dem Motto "Kunstschätze Essen" unternahm der St. Patrokli DomBauVerein mit Mitgliedern, Freunden und Förderern seine Jahresfahrt nach Essen.

Lucius-thumb.jpgDie erste Station war Essen-Werden. In der St. Luciuskirche stimmten sie gemeinsame Liedre an und besichtigten die Schatzkammer von St. Ludgerus.

Von dort ging es weiter zum Dom und der Domschatzkammer. Dort erfuhren die Teilnehmer viel Neues und bisher Unbekanntes über die Geschichte des Essener Doms und seine Schätze.

Kunstschacht-thumb.jpgAuf der Suche nach Kunstschätzen stießen die Freunde und Förderer des St. Patrokli DomBauVereins schließlich auf Thomas Rother auf der Zeche Zollverein in Essen. Rother, Ex-Journalist, Künstler und Literat lebt dort in einer symbiotischen Verbindung von Kunst, Industriekultur und Privatheit in einer ehemaligen Dampfmaschinenhalle.

Sein „Schatz“ besteht in der Aufbewahrung echter Gruben-Ausrüstungsstücke, darunter original Werkzeuge, Maschinenteile und Schutzkleidung. Der Besuch bei Rother war skurriler Höhepunkt des Tagesausflugs. Zuvor hatte die Soester Reisegruppe den Essener Domschatz besichtigt sowie die Preziosen in der Ludgerikirche und der kleineren Luciuskirche. Die Besuche fanden unter fachkundiger Führung statt und boten einen Einblick in die Entwicklung der Stadt Essen sowie einen Überblick über die Christianisierung in Europa seit dem 9. Jahrhundert.

Kommentar eines Mitreisenden: „Ich hatte mir nie Gedanken darüber gemacht, das Essen viel älter sein könnte als vielleicht 60 bis 100 Jahre. Das liegt wohl daran, dass man die Stadt gedanklich immer nur mit der Blüte der Montanindustrie in den 60er 70er Jahren in Verbindung bringt.“ Doch auch diese jüngste Vergangenheit ist endgültig vorbei, wie der Besuch in Thomas Rothers „Lebemuseum“ eindrücklich vor Augen führte: Die Loren vorm Haus sind mit Flugrost überzogen, die alte Stahlglocke, die die Kumpel zu Schicht rief, hängt nun bei Thomas Rother im Atelier.