„Durch SEINEN Tod sind wir erlöst.“

Liebe Verwandte,  Freunde und Wohltäter,

noch ein paar Tage dann feiern wir das Fest der Auferstehung unseres HERRN.

Es ist im Moment schwer, dass sich in den Herzen unserer Menschen hier die Freude ausbreiten kann. Vor ein paar Wochen ereignete sich in unserem Dorf  ein schrecklicher Autounfall. Eine junge Familie mit drei kleinen Kindern fuhr am Sonntagabend von einem Fest zurück und rammte brutal mit einem Geländewagen zusammen. Der 35-jährige Vater, der 8 Monate alte Sohn und die kleine 5-jährige Aysil waren sofort tot. Die Mutter und die 10-jährige Noemi wurden z. T. schwer verletzt ins KH eingeliefert. Wie kann GOTT so was zulassen? waren viele Fragen. Bei solchen Gelegenheiten vergessen viele Menschen, dass GOTT uns den freien Willen gegeben hat und diesen bis ins Letzte respektiert. –

Ganz Albanien war erschüttert und als Mondi mit den 2 Kleinen in unserem Pfarrsaal 2 Tage aufgebahrt waren, kamen nicht nur die Bewohner aus unserer Pfarrei, hielten Wache und beteten mit uns. Die erschöpften Angehörigen holten wir zu uns, damit sie wenigstens  ein wenig ausruhen und einen heissen Tee trinken konnten.

Zur Totenmesse kam sogar unser Bischof und unser Pfarrer Don Marjan musste selbst mit den Tränen kämpfen, als er in seiner Predigt tröstende Worte fand, die über den Tod hinaus zeigten, aber auch sehr an die Verantwortung besonders gegenüber den Kindern appellierte.

Noch am Abend erfuhren wir, dass auch Noemi zu GOTT gegangen ist. Zu dieser Beerdigung kamen alle Schulkinder mit weissen Rosen und legten sie ihrer Freundin in den Sarg. Bei aller Traurigkeit war es auch wie ein Fest, denn tief im Herzen wussten alle, dass diese Kinder ganz bei GOTT ssind.

Evisa die Mutter lebt und ihr Vater hat ihr, die wenigstens noch hoffte, dass Noemi überlebt die traurige Nachricht übermittelt.

Vor ein paar Tagen besuchten wir sie wieder. Sie ist inzwischen aus dem KH entlassen und lebt bei ihren Eltern in Durres. Während Mondi und auch die Kinder katholisch getauft waren, ist Evisa und ihre Eltern muslim. Sie erzählte uns, wie die kleine Aysil zu Hause immer verlangte, dass das Tischgebet gesprochen wurde und wie sie der Mutter begeistert erzählte, dass Jesus alle Menschen liebt, denn das hat sie im Kindergarten gelernt.

Der Vater von Evisa sagte, während ihm die Tränen über die Wangen liefen, dass er bei diesen Beerdigungen  zum ersten Mal eine katholische Kirche betreten hat und dass ihm bei dieser Feier klar wurde, dass es einen GOTT gibt und dass er nun glaubt, dass es den Kindern und Mondi bei ihm gut geht. Es ist sicher, dass GOTT uns diese Menschen ans Herz gelegt hat.

Als wir  spät am Abend zurück fuhren, bekamen wir Anrufe, dass die Strasse von Shkoder nach Velipoje von Hochwasser überflutet ist. Schon in der Frühe reichte  das Wasser bis zum Strassenrand. Nun waren jedoch auch viele Teile der alten Strasse unter Wasser. Ueberall standen Leute und beobachteten den Wasserstand. Viele Häuser waren im Wasser und wir sorgten uns natürlich auch um unsere Leute, die schon 3x ihre Häuser renovieren und neu einrichten mussten. Darum fuhren wir heute Früh bei starkem Sturm gleich mit Lebensmittelpaketen im Gepäck nach Rrjoll und Ças und wir waren erneut erschüttert. Das Haus unserer Denisa, das wir vor 10 Jahren gebaut  haben, nach dem ihr altes durch einen Felsblock zerstört wurde, stand mitten im Wasser. Der Vater und die beiden Söhne kamen durchfroren und mutlos von der andern Strassenseite wo sie ihren Viehstall hatten als sie uns sahen. Am Hoftor war ein Boot angebunden, doch Denis sagte uns, dass sie nicht damit zum Haus können, solange der Sturm so stark ist. Wir gaben ihnen ein Paket und sagten, dass sie uns jederzeit rufen können falls sie was brauchen. Nur GOTT kann uns helfen sagten sie und wir bestärkten sie, dass er es tun wird. Weiter gings zum nächsten Haus.  Mit Stiefeln ausgerüstet und über eine Bretterbrücke führte uns Jetmir  in das Haus, wo uns sein Vater und seine Mutter mit der kleinen Nikoletta auf dem Arm empfingen. Alles was bewegt werden konnte, haben sie auf  Tonnen gestellt, damit das Wasser, das schon bis zur Schwelle reichte nichts zerstören kann. Es war kalt und dunkel, denn Jetmir sagte uns, dass sie schon einen Monat ohne Strom seien, weil sie ihn nicht bezahlen können. Ich versprach ihnen das zu regeln, doch im Moment und auf unbestimmte Zeit sind alle Dörfer um uns ohne Strom. In einem winzigen Raum, der von Russ total schwarz war, brannte Feuer in einem kleinen Herd. So besuchten wir alle Familien zu denen wir mit unseren Stiefeln oder mit dem Boot gehen  konnten und wir boten ihnen an, dass Frauen und Kinder zu uns kommen können. In Ças haben schon einige Familie ihre Häuser geräumt und das Militär versucht einen Damm zu verstärken.

Heute machten wir wieder die Runde und nahmen gleich 2 Kinder mit zu uns. Einige Leute sind total isoliert und darum gaben sie uns ihre Telefone um sie zu laden. Die Männer, die alle Fischer sind haben wasserdichte Stiefelhosen und können so noch ihr Vieh versorgen und in Sicherheit bringen.

Fast alle Kanäle, die die Menschen in der kommunistischen Zeit ausheben mussten sind nun verschlossen und so kann das Wasser nicht ins Meer fliessen. Von staatlicher Seite wird gerade die Strasse von Shkoder zu uns neu gemacht, doch dennoch ist sie wieder überflutet und das ganze Gebiet rundum. Die Wasserpumpstation steht  tief im Wasser und darum können die Menschen ohne Strom auch ihre Brunnen nicht benützen. Gestern Abend kam das Militär und brachte jeder Familie 1 oder 2 Kanister mit Trinkwasser. „Konnten sie uns nicht wenigstens einen Sack Mehl bringen,“ sagten die enttäuschten Männer. Das ist bisher die ganze Hilfe des Staates, denn nach deren Aussagen ist das noch keine Katastrophe.

Jetzt mischt sich in den Regen auch noch Schnee und es kalt. So sind wir jetzt viel unterwegs und bringen mit den Lebensmitteln für jede Familie eine Tüte mit Kerzen, damit sie wenigstens ein kleines Licht haben. „Schon dass Ihr nach uns schaut ist genug,“ sagte Gjokë voll Dankbarkeit.

Laut Wetterbericht soll das Wetter Mitte der Woche besser werden.

So hoffen wir, dass es unseren Menschen nach diesen angstvollen und dunklen Tagen wieder gelingt, das Vertrauen an und die Freude  über den Auferstanden HERRN neu zu erleben.

Euch allen, die Ihr immer treu am Schicksal unserer Menschen teilnehmt und uns durch Eure Unterstützung die Möglichkeit gebt, dass wir viel Not lindern und Hoffnung schenken können,  danken wir und wünschen  von Herzen eine grosse Dankbarkeit, viel Gnade und eine tiefe Freude, dass ER uns durch SEINEN Tod erlöst hat und nun in der Herrlichkeit des VATERS auf uns wartet!

Eure

Sr. M. Juditha, alle Schwestern und Kinder

 

 

 

Das Konto des Fördervereins:
VR Bank Donau-Mindel eG Dillinger Str. 21 89312 Günzburg
Kontonr: 2578930 IBAN: DE72 7206 9043 0002 5789 30
Bitte angeben, ob Spendenquittung erwünscht wird.

Priester vom Dienst

Krankentelefon

Wort Gottes

Impuls für den Tag

Schriftlesung, Gedenktage, geistlicher Impuls für den Tag

GTranslate

German Afrikaans Albanian Arabic Armenian Azerbaijani Basque Belarusian Bulgarian Catalan Chinese (Simplified) Chinese (Traditional) Croatian Czech Danish Dutch English Estonian Filipino Finnish French Galician Georgian Greek Haitian Creole Hebrew Hindi Hungarian Icelandic Indonesian Irish Italian Japanese Korean Latvian Lithuanian Macedonian Malay Maltese Norwegian Persian Polish Portuguese Romanian Russian Serbian Slovak Slovenian Spanish Swahili Swedish Thai Turkish Ukrainian Urdu Vietnamese Welsh Yiddish